Nach 1 Woche
Viel Neugierde durfte ich schon ausleben, auch wenn es oft ’nein‘ heißt. Aber es ist alles so spannend! Ihr glaubt es nicht – aber ich kann bereits an der Leine zum nahen Pärklein mit gehen, zwar ohne die Grossen, aber mit Frauchen allein. Da gibt es Guteli, wenn ich hochschaue, auch mal nach vorne geworfen, sodass ich mich freudig neben ihr bewege. Auf einem Stein sitzen wir dann und schauen dem einen oder anderen Auto zu, das vorbeifährt. Ich habe nie und vor nichts Angst, habe aber gern mein Frauchen bei mir.
Zuhause habe ich einen tollen Parcours entdeckt: Sie lässt mich zur Garage raus in den oberen Garten, ich rase zum Bambushain, kämpfe dort kurz mit widerborstigen Trieben und finde den unteren Garten, indem ich die Naturrampe rechts der Treppe benütze. Jeh, da gibt es ja so viel Neues! Nachdem ich eine Runde gedreht habe, komme ich auf den Weg zurück, nehme die obere Holzterrasse, trabe in den Wintergarten, übers Wohnzimmer in den Speiseraum, die Tür zur Garage noch geöffnet, wo ich mein wartendes Frauchen vor jener Tür zum Garten freudig empfange. Haha, wie staunt sie bei dieser 1. Runde geschickten Kombinierens! Ich bin ja so lernfähig und intelligent!
Auch wenn ich mich zwischen 2 Blumentöpfen nach vorne beuge, um auf die untere Gartenwelt zu blicken, merke ich natürlich sofort, dass ich mich durch rückwärts laufen tiptop wieder aus diesem Beobachtungsposten selbst befreien kann. Geschickt muss man sein!
2. Sonntag an der Sonnmattstrasse
Nach einer guten Nacht im großen Rudel darf ich frühmorgens raus und werde nach dem Spaziergang der Großen mit gefüttert. Ich fresse schon sehr gut. Meine Tagesration wird in 3 Portionen geteilt. Mit der Tabelle der Züchterin finden meine Chefs heraus, wie viel ich jeweils brauche. Es ist fein und genügend. Ich freue mich immer auf die nächste Fütterung der Raubtiere!
Nach 10h darf ich mit Frauchen meine Einzelrunde drehen – das Pärklein kenne ich schon; Wir treffen ein junges Mädchen, von dem ich mich gerne streicheln lasse. Sie hat gefragt, ob sie mich streicheln darf, nachdem ich mich ihr selbstverständlich genähert habe. Ich mag Menschen.
Danach setzen wir uns auf einen Stein und schauen zu, wie ein Auto die Garage verlässt und wie einige Zweibeiner den Morgenspaziergang angehen, bevor wir zurück gehen. Ab und zu gibt es für die Beobachtung meines Frauchens ein Guteli – also das Zeichen und Wort für ‚Sitz‘ kenne ich nach diesen ersten 9 Tagen gut. Es gibt ja so viel zu lernen! Ich liebe dieses Leben!
PS: Der Zaun ist inzwischen befestigt, tja…
