Mein Frauchen besucht auf Wunsch einer Nachbarfamilie immer wieder mit mir die Kinder beim Spielen, auf dass wir uns gegenseitig aneinander gewöhnen und ich mich nicht vor den tapsigen, nicht einschätzbaren Bewegungen der Kleinsten fürchten muss. Die Kinder lernen, dass sie mir die offene Hand hinhalten und auch Häppchen geben dürfen, was mir angenehmer ist als mir über den Kopf zu streicheln. Die mögen dies ja auch nicht von Fremden. In der Welpenstunde üben wir Ende der Woche 6 auf einem belebten Parkplatz, Leckerli nicht aufzunehmen, bevor das Zeichen zum Nehmen kommt. Dies empfinden Domi wie auch ich als sehr zermürbend und anstrengend. Sie ist gesundheitlich noch nicht auf dem Damm und ist nicht unglücklich, dass sie die meiste Zeit wartend auf der Leine stehen soll, da ich den Auftrag nicht verstehe oder wie sie denkt, nicht verstehen will. Ich kläffe auch kräftig, auf dass Patienten das Ihre denken müssen.…
Aktuell zusammenfassend kann ich bestätigen, dass ich ein viel Freude spendendes lustiges Kerlchen bin, das schnell lernt und gefallen möchte, wenn dies auch nicht immer gelingt. Letzthin transportierte ich mal wieder einen längeren Stecken, den ich quer im Maul ins Haus tragen wollte. Dabei unterschätzte ich die Länge des Stabes und donnerte damit an die Pfosten der Terrassentür. Dabei spannte sich das Teil dermassen in meinem Maul, dass es aussah, als würde ich zum Bogenbau unterwegs sein. Hätte ich keine Ohren, hätte das Ding mein Maul um die Hälfte vergrössert, haha! Ich habe den Bogen ziemlich überspannt. Das könnte für ein Hobby meiner Menschen, das Bogenschiessen, hilfreich sein. Doch interessiert das niemanden. Also 2 Schritte zurück, eine Vierteldrehung mit meinem Kopf, und das Teil ist im Haus. Einmal verstecke ich den grossen hellen Plüschaffen draussen hinter der Bambushecke. Man sieht ihn zunächst nicht, weiss aber, dass er draussen sein muss.…
Es fehlt nicht viel zu meiner Stubenreinheit. Am meisten bereitet mir die lange Nacht Probleme. Da meine Herrchen so müde sind, gehen sie früh ins Obergeschoss, und die vielen Schlafstunden sind mir dann zu viele. 1-2 mal muss Frauchen nachts aufstehen und mich runter tragen. Einmal wecke ich sie nicht ganz rechtzeitig. Sie steht auf, und ich muss mich hinter der Badewanne verstecken, um dort meinen ersten Pipi loszulassen. Sie findet mich dort und putzt alles weg. In dieser Zeit folge ich Dean durch die offene Tür zum Gang und – die Treppe selbst runtersteigend, warte ich an der Terrassentür. Doch dies dauert mir zu lange. Also setzte ich meinen Morgenstuhl direkt eingangs des Wintergartens, auf dass man auf meine Hinterlassenschaft der Grösse und Konsistenz wegen echt stolz sein darf – was natürlich nicht so ankommt. Ich soll dann raus gehen – doch muss ich doch gar nicht mehr! Freude…
Ich glaube, ich bin der glücklichste Hund weit und breit, denn es scheint so, als wäre ich im Rudel akzeptiert. Leon knurrt weniger, lässt mich näher an sich rankommen und duldet mein nahes Vorbeistreifen oder mein über seine Pfoten Steigen. Ich gebe acht und lasse ihn in Ruhe. Dean spielt nun mehrmals täglich mit mir. Wir wechseln ab, wer Oberhand hat, wer sich unterwirft und geniessen die gegenseitigen Berührungen. Seine Unterwolle zerre ich jeweils aus seinem Fell und verteile die Fuselknäuel überall, auf dass der Roboter, vor dem ich mich nicht fürchte, aber Respekt habe, genügend Arbeit hat, ebenfalls seine Runden zu drehen. Ich liebe es, mit Dean im Garten rumzualbern, umherzurasen und vor allem, ihn zu verulken, indem ich spontan Hacken schlage und mich unter den Gartenmöbeln noch knapp durchschlängeln kann, wohl sehend, dass mir der grosse Bobtail dahin niemals folgen kann. Dies ärgert ihn und verleitet ihn zum…
In der 6. Woche in meinem neuen Zuhause läuft alles ganz ähnlich wie in der Woche zuvor. Leider regnet es dauernd und es ist kalt. Da dies nicht sehr einladend ist, hat mein Frauchen wohl beschlossen, krank zu sein. Schliesslich hat sie noch Ferien und hat darum Zeit dafür, haha! Gute Lehrer fehlen in den Ferien, sagt sie dann auch mal. Ich verstehe das nicht. Aber ich registriere, dass sie viel rum liegt, vor allem im Bett und unendlich lange schläft, während dem mein Herrchen in seiner Freizeit mindestens 2 Augen auf mich programmiert, sodass ich kaum etwas anstellen kann. Ich bin aber auch recht brav, denn mein Frauchen tut mir echt leid. So sind ihre Pläne, mit mir in die Stadt zu gehen, im Kaffee zu sitzen und Neues zu bestaunen, sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Auch zum Postauto- und Zugfahren kommen wir aus genannten Gründen nicht. Einige Male besuchen…
Welpenabenteuer Heute treffen wir uns zu viert wieder bei der Hundetrainerin auf dem Trainingsplatz in Flawil. Mein Wachstum und meine Vertrautheit mit meinem Frauchen werden bestaunt. Wenn Frauchen auf der Leine steht, finde ich es nicht toll. Ich will ja etwas erleben und nicht stillsitzen. Doch üben wir genau dies, und wenn es klappt, hören wir die Einführung des Befehls ‘Aus’ und üben dies immer wieder an anderen Positionen, nach dem Schnüffeln und Ruhigbleiben. Dabei wird Futter mit Futter getauscht, auf dass man rausfindet, was für den Welpen wertiger erscheint. Es werden auch Dinge mit Futter getauscht. Das klappt auch ganz gut, haben wir dies doch beim ‘apport’ zuhause auch schon gemacht. Null problemo! Es ist spannend zu erleben, wie der Nachbarhund, obwohl ihn sein Frauchen offensichtlich nicht anzusehen versucht, beim kleinsten Augendrehen nach unten mit dem Ohr zuckt. Nichts sonst an ihr hat sich bewegt! Die Menschen meinen, er…
Ich kann schon so Vieles! Ich habe eine neue Ausbüx-Methode entdeckt und zweimal erfolgreich benützt: Beim ersten Mal finden sie nicht heraus, wo ich abgehauen bin. Macht nichts, denn ich melde mich ja immer wieder, vor allem an der Haustür. Diesmal mache ich meinem Übernamen ‘Designerhund’ alle Ehre. Ich designe nämlich mit meinen beiden dreckigen Vorderpfoten ein tolles Schlammmuster an die graublaue Tür. Das übertrifft den Oster-Dekokranz darüber an Kreativität und Farbkomposition! Beim 2. Mal hat mir mein Frauchen zugesehen, wie ich dies anstelle: Auf unserer Runde zum Pärklein sehen wir hinter dem Zaun eine Katze, die mich provokativ und neugierig anstarrt – ich dasselbe zurück – und sie läuft weg. In diesem Moment mache ich, an der Leine wohlgemerkt, einen Sprung, und schon bin ich auf der anderen Seite des Zauns. Ich habe nämlich genau jenes genügend grosse Quadrat des Zauns erwischt, wo ich mit meinem schlanken Körper unter…
Zweiter Tierarztbesuch Ich soll zum Tierarzt gehen. Diesmal fahren wir hin, denn es regnet in Strömen. Diese nasskalten Gassirunden mag niemand in meinem Rudel, ich auch nicht. Doch dort angekommen, ist es mir natürlich beim Warten zu langweilig. Ich kläffe dauernd und nerve, sodass Gespräche an der Theke oder am Telefon schwierig sind. Da mich aber alle ignorieren, fahre ich mit meinem Konzert weiter. Nachdem ein Hund mit Frau den Raum verlässt, in den ich hinein gehen soll, beruhige ich mich – endlich geht hier was! Nach dem Gang über die Waage, die 9.7kg anzeigt, heisst es, ich sei zum Impfen gekommen. Der ‘Pfotendoc’ schaut aber alles an: meine Augen, Ohren, Zähne, meine Füsse und ob die Hoden am richtigen Ort liegen. Auch die Herztöne werden überprüft. Das macht mir alles nichts aus, denn wie er lobend bemerkt, haben wir dies zuhause oft geübt. Auf die Spritze reagiere ich nicht,…
Zeitweise denken meine Menschen, ich sei fast stubenrein. Von Mittwoch auf Donnerstag habe ich nachts sogar 8 Stunden aneinander geschlafen. Doch ist das die Ausnahme. Ich muss jede Nacht 1-2 mal rausgehen, und auch tagsüber merken sie nicht immer, wenn ich raus muss, und schon ist das Malheur passiert. Irgendetwas oder jemand macht da was falsch… Die Nacht auf Freitag muss ich erbrechen, da ich gewisse Pflanzen ausgrabe und fresse. Diesmal hat mein Magen rebelliert. Recht hat er! Pfui, Boomer!


