Auch Hundeschul-technisch entwickle ich mich bestens. Sitz kann ich aufs Wort, auch ohne die Handbewegung. Ebenso mache ich brav Platz. Die Hausaufgabe ‚Steh‘ aus dem Sitz‘ meine ich verstanden zu haben – wozu dies dienen soll, noch nicht – aber was solls? Die Leckerchen sind einfach zu gut, um nicht folgsam zu sein. Auch an der Leine gehen kann ich toll. Wenn ich Frauchen ansehe, sagt sie ‚luege‘ und wirft mir in Gehrichtung immer wieder ein Goodie. Presche ich vor, ruft sie ‚hier‘, und schon bin ich bei ihr, um mir auch dafür eine Belohnung abzuholen. So geht die Zeit schnell um, und unsere Viertelstundenrunde geht immer schneller und ist spannend.

Heute hat sie mich vor ein bemaltes Bänklein gesetzt. Da soll ich sitzen bleiben, währenddem sie sich einen Schritt zurück hocken will, um mich vor der Bank zu fotografieren, auf deren Lehne steht: ‚Take it easy – und smile‘. Nach vier Fehlversuchen bleibe ich tatsächlich einen Schnappschuss lang sitzen – von wegen ‚take it easy.‚ Aber smilen tut SIE!😊

Natürlich klettere ich auch gerne. Auf das Ledersofa im Wintergarten habe ich es schon 3mal geschafft. Da ich aber das Verbot dazu nicht akzeptiere, stehen nun 4 grüne, klappbare Kunststoff-Boxen so davor, dass ich es nicht mal versuchen kann, hochzukommen. Naja – probiere ich es eben frühmorgens beim Bett oben wieder…

Welpenabenteuer – 1x ohne Schule

Diese Woche habe ich keine Welpenstunde, da Ostern ist. Was dies bedeutet, verstehe ich nicht. Wir haben jedenfalls nichts Spezielles vor, keine großen Besuchermengen und keine neuen Geschenke. Ich soll mich hier wohlfühlen und weiter gut ankommen. Das Üben von allem, was die letzten 3 Wochen beigebracht wurde, reicht uns allen perfekt. Auch ausruhen ist ein Thema. Ich kann mich schon sehr gut selbst zurückziehen, dösen und träumen. So können meine Menschen ihr Ding machen oder auch ausruhen.

Einzig am Donnerstagabend hat uns Ramona, die Tochter meiner Chefin, besucht. Wir waren uns sehr sympathisch und sofort Freunde. Ich hatte bereits eine Stadtrunde erlebt und ruhte mich mit einem Stück Kalbsstick in der großen Autobox in der Garage aus, währenddem die beiden Frauen mit den Großen eine etwas längere Runde drehten. Als sie zurückkamen, erwachte ich gerade und freute mich auf das Zusammensein und das Warten aufs Herrchen, der aus dem Büro zum Essen kam.

Apropos essen: Wir schmausen gleichzeitig jeweils aus unseren persönlichen Näpfen im Wintergarten und lassen jedem die Zeit, die er braucht, um sein Mahl zu beenden. Davor müssen wir uns setzen und auf ’nimms‘ warten. Anschliessend geht es in den Garten, und satt und müde legt sich danach jeder irgendwo hin. Die vielen Möglichkeiten dazu gehören allen – wir tauschen auch immer wieder Plätze und Spielsachen.

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